Der Nebenraum im Adler war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Freien Wähler Eislingen am 15.05. Mitglieder und Interessierte zu ihrer Bürgersprechstunde begrüßen durften. Mit Vorfreude auf die anschließende Diskussionsrunde begrüßte Moderator Kai Krause neben den FWV-Stadträten Hörmann und Pauly auch Alt-BM Günther Frank und Vertreter anderer Fraktionen. Der 2. Vorsitzende Bloch gab einen Einblick in Vereinsarbeit und Grundsätze und erläuterte, dass „die rechtzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei allen grundlegenden Planungen und Entscheidungen“ der Markenkern der Freien Wähler sei. Kreisrat Dr. Bernas gab einen umfassenden Überblick über den Entstehungsprozess der neuen Kreisklinik. In Bezug auf die Verbesserung der hausärztlichen Versorgung führte er konkrete kommunale Lösungen an: So müssten Anreize geschaffen werden, Ärzte in die Gemeinden zu holen. Seine Vorschläge wie etwa Wohnraum schaffen, Gemeinden attraktiv gestalten, Risiken minimieren – zeigen, wie eng die Problematik der hausärztlichen Versorgung mit der Stadtentwicklung verbunden ist. Im Anschluss daran stellte der Vorsitzende der Kreistagsfraktion Werner Stöckle in kompetenter und kurzweiliger Weise die Verkehrssituation in Stadt, Kreis und Region dar. In Bezug auf die Fahrverbote mahnte er Verhältnismäßigkeit an: „Die Fehler der Autoindustrie und der Politik werden auf dem Rücken der kleinen Leute ausgetragen. Für uns heißt Politik gestalten und nicht gängeln! Mobilität ist ein Bedürfnis, das ändert sich nicht durch eine Verkehrsverhinderungspolitik.“ Als letzter Redner illustrierte der Eislinger Fraktionsvorsitzende Andreas Cerrotta die kleinen und großen Bauprojekte in Eislingen, wobei er die Gestaltung der neuen Mitte, den Einzelhandel und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ins Zentrum stellte. Nachfragen wurden von allen Rednern gerne beantwortet. Stadtrat Uwe Reik (SPD) vermisste die Handschrift der Freien Wähler in den Bauprojekten, was die Redner jedoch – freilich für Reik nicht zufriedenstellend – mit der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger und einer starken Repräsentation der Freien Wähler in den Gremien konterten.


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